Gründung einer Genossenschaft für Dienstleistung und Organisation
Ein Arbeitsprojekt
Das Projekt:
Eine Gruppe von über 50jährigen Arbeitslosengeld-II-Empfängern aus Templin baut sich selbst über einen Zeitraum von 1 bis 2 Jahren eine eigene Unternehmung auf - eine Genossenschaft für Dienstleistung und Organisation. Die Rechtsform der Genossenschaft wird als geeignete Organisationsform für die gemeinschaftliche Selbsthilfe von Personen aus benachteiligten Bereichen angesehen. Vormals arbeitslose Menschen können in einer Firma tätig sein und sich gleichzeitig aktiv an deren Ausbau beteiligen. Sie partizipieren an Gewinnen, die sie in der Aufbauphase durch Engagement und zurückhaltend ausbezahlten Löhnen ermöglichen. Mit der Wahl der Rechtsform einer Genossenschaft wird das Grundprinzip des Templiner Modellvorhabens, die Unterstützung der Eigenverantwortung und Selbstbestimmtheit der Menschen, umgesetzt. Durch das Prinzip der solidarischen Gruppenselbsthilfe bietet sich für ältere Arbeitslose eine Chance sich durch Eigeninitiative wieder in den Prozess der Erwerbsarbeit einzugliedern. Mit diesem Projekt soll ein Beispiel geschaffen werden für wirksame Beschäftigunsförderung und Wertschöpfung durch regional orientierte Genossenschaften. Die konkreten Dienstleistungsbereiche sollen im Rahmen des Gründungsprozesses mit den Teilnehmern gefunden werden. Aus einer 2005 erarbeiteten Potenzialanalyse geht die Empfehlung hervor, die Geschäftsfelder Haushaltsbereich, Mobilitätsunterstützung, Kontaktpflege und Organisation von Leistungen aufzubauen. Damit wäre auch der gesamte Bereich des Dienstleistungssektors für ältere Menschen als ein Zukunftsfaktor für wirtschaftliches Planen in Templin und Umgebung abgedeckt.
Am 7. September 2006 gründeten die ersten 6 Teilnehmerinnen des Projektes die Genossenschaft für Dienstleistung und Organisation AMSTART e.G.i.G. in Templin. Über die konkreten Angebote und aktuellen Entwicklungen der Genossenschaft berichten wir weiterhin auf diesen Seiten.